Standortbezogenes Förderkonzept
Förderung gehört zu den zentralen pädagogischen Aufgaben der Schule. Sie zielt zum einen darauf ab, die individuellen Leistungspotenziale jeder Schülerin und jedes Schülers bestmöglich zu entfalten, und zum anderen darauf, Lernschwierigkeiten sowie daraus resultierende negative Leistungsbewertungen möglichst zu vermeiden. Förderunterricht unterstützt Kinder dabei, bestehende Defizite und Teilleistungsschwächen aufzuholen, und bietet zugleich zusätzliche Lernangebote zur Weiterentwicklung besonderer Interessen und Begabungen.
Durch gezielte Übungsformen, individualisierte Lernmethoden, verstärkte Unterstützung durch Lehrkräfte bzw. BildungspatInnen und mehr Zeit für einzelne Lerninhalte werden Lernprozesse nachhaltig begleitet. So wird der Anschluss an den Lernstand der Klasse gesichert, Wissenslücken werden geschlossen und ein kontinuierlicher Lernfortschritt ermöglicht.
Unser Ziel ist es, vorhandene Stärken weiter auszubauen und Schwächen gezielt zu verringern.
1. Gezielte Förderstunden
Die wöchentliche Förderstunde findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt und dient dazu, bestehende Lernrückstände auszugleichen sowie individuelle Interessen gezielt zu vertiefen. Voraussetzung für eine wirksame Förderung ist eine vorherige Lernstandsdiagnose.
Ziele des Förderunterrichts sind:
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Nach krankheitsbedingten Fehlzeiten den Anschluss an den Lernfortschritt der Klasse sicherzustellen.
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Den Schülerinnen und Schülern durch die Arbeit in einer kleinen, überschaubaren Gruppe eine persönliche und wertschätzende Lernatmosphäre zu bieten.
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Lern- und Arbeitstechniken zu vermitteln und zu festigen.
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Kinder mit Lese- Rechtschreibschwäche und Dyskalkulie fördern. Um eine konkret auf das Kind abgestimmte Förderung durchführen zu können, ist eine pädagogische Diagnostik notwendig. Diese wird von einer auf diesem Gebiet ausgebildeten Lehrkraft erstellt.
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Förderunterricht auch als Anreiz zu nutzen, indem begabte Kinder zusätzliche, anspruchsvolle Aufgaben erhalten.
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Individuelle Interessen zu fördern, z. B. durch den Einsatz von Computerprogrammen, Internet und Stationenarbeit.
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Gezielte, auf das einzelne Kind abgestimmte Übungen in ruhiger Lernumgebung durchzuführen.
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Eine intensive, zeitlich flexible Unterstützung durch die Lehrkraft zu ermöglichen.
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Lernschritte dem individuellen Lerntempo anzupassen und Inhalte durch Wiederholung nachhaltig zu sichern.
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Den Unterricht durch den Einsatz unterschiedlicher Medien und Lernspiele abwechslungsreich zu gestalten.
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Schulversagen und Klassenwiederholungen durch frühzeitig einsetzende, gezielte Fördermaßnahmen zu vermeiden; die Erziehungsberechtigten werden dabei rechtzeitig und umfassend informiert.
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Zeit für Übungen im sozialen Lernen bereitzustellen.
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Vielfältige Übungsangebote in den Bereichen Motorik, Konzentration, Logik, Wahrnehmung und Kreativität zu ermöglichen.
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Außerschulische Hausaufgabenbetreuung bzw. Lernförderung in Gruppen: Findet nach Unterrichtsschluss in der Schule statt und wird von der VHS und Caritas angebote
2. Fördermaßnahmen im Rahmen des Unterrichts
Eine bestmögliche Förderung und zugleich angemessene Forderung der Schülerinnen und Schüler erfolgt in allen Unterrichtsbereichen durch Individualisierung und Differenzierung. Dabei wird jedes Kind in seiner Persönlichkeit, seinem Lernstand und seinem Lerntempo wahrgenommen und begleitet.
Dies zeigt sich unter anderem durch:
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Arbeiten im individuellen Lerntempo mit dem Ziel einer kontinuierlichen Weiterentwicklung
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Die Gestaltung eines positiven und unterstützenden Lernklimas
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Den Einsatz vielfältiger Unterrichtsformen
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Freie Lernphasen mit Planarbeit bzw. Tages- und Wochenplänen
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Projektorientiertes Lernen
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Unterschiedliche Lernumfänge durch verbindliche Mindestanforderungen und zusätzliche Förder- bzw. Erweiterungsangebote
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Individuell angepasste Hausübungen
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Computerunterstütztes Lernen durch den Einsatz von PCs, Tablets und Internet in allen Klassen
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Die Verwendung von Lernspielen zur Förderung von Motivation und Lernfreude
3. Förderung der Lesekompetenz:
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Einmal pro Woche darf jedes Kind in der schuleigenen Bibliothek schmökern, lesen und Bücher ausborgen.
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Auf den Gängen werden Bücher zu aktuellen Themen bzw. Neuerscheinungen präsentiert. Sie sollen als Leseanreize dienen.
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Einmal im Monat wird eine „Pausenzeitung“ an die Schule geschickt.
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Lesepatinnen von der Caritas bzw. BildungspatInnen (ehrenamtliche MitarbeiterInnen) unterstützen die Kinder in ihrem individuellen Leseprozess.
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Computerunterstützte Leseförderung
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Lesepass
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Vorleseeinheiten in Kindergärten – gestaltet von den 3. Klassen
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Lesenächte
4. Förderung der Sozialkompetenz:
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Gute Schüler helfen schwachen – Helfersystem
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Klassenübergreifende Projekte
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Vorlesen in den Kindergärten
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Besuch der Kindergartenkinder mehrmals im Jahr in der Schule
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Gewalt- und Mobbingprävention – Workshops
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„Nonverbales Klassenzimmer“ – es werden Rahmenbedingungen für einen störungsreduzierten Unterricht geschaffen
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Gewaltfreie Kommunikation trainieren und ausüben
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Durchführung von Sozialstunden
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Steigerung des Selbstwertgefühls und der Selbstsicherheit
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Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Steigerung des Selbstbewusstseins
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Einsatz der Betreuungslehrerin für soziales Lernen
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Gemeinsam Feste vorbereiten und feiern
5. Förderung der Gesundheitskompetenz:
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Tägliche Obst- und Gemüsejause direkt vom Bio-Bauern
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Gesunde Jause – Jausenpass
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Einmal im Jahr – Zahngesundheitserziehung
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Teilnahme am Ugotchi Projekt
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Bewegte Pausen: im Schulgarten, auf den Gängen oder im Klassenzimmer
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Bewegung wird auch immer wieder im Unterricht eingebaut
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Individuelle Pausen – auch mit Bewegung
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Eislaufen, Schwimmen, Wandertage
6. Förderung von persönlichen Begabungen, Interessen und Stärken:
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Differenzierung des Unterrichts
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Individualisierter Einsatz von Lernmaterialien
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Berücksichtigung von speziellen Interessen bei der Planung von Unterricht
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Einsatz von digitalen Medien im Unterricht
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MINT-Angebote
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Außerschulische Angebote: Flötenunterricht, Musikschule
7. Förderung der Sprachkompetenz:
Einen besonderen Schwerpunkt an unserer Schule stellt die Förderung der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache dar. In Deutschförderklassen bzw. -kursen erhalten diese SchülerInnen intensive Sprachförderung auf unterschiedlichen Niveaus.
8. Inklusion:
Kinder mit und ohne Beeinträchtigung werden gemeinsam unterrichtet. Unterrichtsmethoden werden so angepasst bzw. individualisiert, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen aller gerecht werden. SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden nach individuellen Förderplänen unterrichtet.
9. Nahtstelle Kindergarten und weiterführende Schulen:
Zusammenarbeit mit Kindergärten:
Besuch der SchulanfängerInnen in der Schule: Teilnahme an einem Buchstabentag, gemeinsame Turnstunde, gemeinsames Sommerfest
Besuch der Drittklässler in den Kindergärten – vorlesen eines Bilderbuches
Zusammenarbeit mit der Mittelschule:
Besuch des „Tages der offenen Tür“
Gemeinsame Leseprojekte
Austauschgespräche mit dem Direktor und Übergabegespräche mit den künftigen Lehrkräften
Zusammenarbeit mit der ASO 2:
Austauschgespräche mit dem Direktor bzw. Lehrkräften in Bezug auf Sonderpädagogik
Übergabegespräche mit künftigen Lehrkräften
Mitbenutzung der Therapieräume
10. Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten:
Ein enger Austausch zwischen Eltern und Schule ist uns sehr wichtig in Bezug auf die Förderung unserer SchülerInnen.